Das Mahl zu Heidelberg
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Siehe S. 213–218
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Das Mahl zu Heidelberg.
Von Württemberg und Baden 5
Sie zogen aus zu kriegenWohl in die Pfalz am Rhein, 10
Sie tränkt mit mildem Duft,Umsonst des Himmels Güte 15
Da leuchtete vom FeuerDer Neckar und der Rhein. 20
Zwei Mann auf einen Sitz.Mit enggedrängtem Volke 25
[228]
Sie wollen seiner spotten,Da sind sie schon umringt, 30
Das Heidelberger Schloß,Dorthin führt er gefangen 35
Das ist ein Sitz der Trauer,Der Schlang’ und Eule Nest: 40
Ein Schlund und finst’rer Wald.
45
Sie mochten schon in SorgenUm Leib und Leben seyn, 50
In meinen hellen Saal!Ihr sollt nicht fürder liegen [229]
Ein Mahl ist euch gerüstet,Die Tafel ist gedeckt, 55
Drum wenn es euch gelüstet,Versucht ob es euch schmeckt!“ 60
An’s gold’ne Tageslicht.Und in dem Saale winket 65
Es satzten sich die Fürsten;Da mocht’ es seltsam seyn! 70
Es fehlt doch, deucht mir nichts?Worüber ist zu klagen? 75
Der Neckar seine Fische,Den frommen Trank der Rhein! 80
Wo Keiner es euch wehrt?“[230]
Die Fürsten sah’n verlegenDen Andern Jeder an, 85
„Herr, fürstlich ist dein Bissen,Doch Eines thut ihm Noth, 90
Sprach da der Pfälzer Fritz,Er traf, die bei ihm sassen, 95
Da sah man aller OrtenIn’s off’ne Neckarthal. 100
Rings von des Krieges Brand;Kein Hof ist da zu schauen, 105
„Nun sprecht, von wessen SchuldenIst so mein Mahl bestellt? [231]
Bis in des Sommers Schwüle110
Mir reifet eure Saat,Und bis mir in der Mühle 115
Ihr seht, die Sonne lächelt,Sie wartet nur auf euch! 120
Das Brod den rechten Platz!“ |
