[141]
Das Meer.
Ergötzend ist und schön das Meer,
Wann seine Silberwellen,
Ums Schiff in gleichem Takte her.
Sich mit Gemurmel schwellen.
5
Erquickend, wann im Sommer kühl
Und frisch die Winde säuseln,
Und Porpusse mit ihrem Spiel.
Die nasse Fläche kräuseln:
Und herrlich wann der Sonne Licht
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Sich aus der Tiefe windet
Und vor dem Feuer Angesicht
Die schwarze Nacht verschwindet;
Und wann in einer Sommer Nacht
Der Mond, die Sterne lachen,
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Wem wird des Meeres stille Pracht
Das Herz nicht größer machen?
[142]
Sieh! jede Welle trägt ein Bild
Und tanzt im Glanz der Sterne,
Und tausend Monde schwimmen mild
20
Heran aus grauer Ferne!
Doch plötzlich steigt von Ferne her
Ein dichter Wolkenschleyer;
Du siehst des Himmels Blau nicht mehr,
Nicht mehr der Sonne Feuer.
25
Der Sturmwind rast und pfeift und heult
Aus seinen engen Klüften;
Der Donner rollt, der Blitz zertheilt
Die Wolken in den Lüften.
In Berg und Thal kehrt sich das Meer,
30
Die Woge wird zum Thurme,
Und trunken schwankt das Schiff einher
Im grauenvollen Sturme.
[143]
Es krachen Ruder, Bord und Maß,
Es hnirren Tau und Stricke;
35
Und was die Wuth des Windes faßt
Zerstiebt in taufend Stücke!
Und jeder Schritt ist ungewiß,
Du taumelst an den Wänden,
Und jeder Stöß und jeder Riß
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Droht deinen Lauf zu enden.
Ihr welche Luft, Beruf und Stand,
Auf Schiff und Meere zwingen,
Ihr mögt den Pumper in der Hand
Des Meeres Reiz besingen!
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Trotz euerm Lobe finde ich
Am Meere kein Behagen;
Und nicht um Gold solls wieder mich
Auf seinem Rücken tragen.
JÄGLE.
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