Der Dokter

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Autor: Michel Buck
Titel: Der Dokter
Untertitel:
aus: Bagenga’. Gedichte in oberschwäbischer Mundart. S. 145-146
Herausgeber: Friedrich Pressel
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: bis 1888
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Robert Lutz
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[145]

Der Dokter.


Jetz sitz i dreizeah’ Maunat hia,
Hau’ gmoi’t, i spinn gauh’ Seida –
Dô hau’ koi’ Kägereschtaug[1] noh nia
Koim Bour i däarfa bschneida,

5
Koim gotziga a’n Ôder schla

Und in en Oisa[2] picka,
Au koim a Boi’le neamma’n a,
A Schmarra zema[3] flicka.

Rezettla[4] hau’n i Stucka neu’

10
A’fanga[5] zwôr verschrieba,

Doch traget mer au dia nix ei’,
Denn äll sinds schuldig blieba.

Füar was hau’n i denn jetz gstudiart
Uff älli Waih und Leida,

15
An armi Teufel d Kau’scht probiart

Im Säaga’n und im Schneida?

[146] Füar was Mixtura, Guttra,[6] Thee
Wia s Wassar leana schreiba?
So ka’s a’n armer Musié,

20
Wia’n i, it lang maih treiba.


Wenn oiner au sei’ Hand verbrennt,
A Meassar hôt im Rucka,
Lauft ear voarbei zum Pfuscher gschwind
Und i - hau’ s Nôchigucka.

25
Jahr Leut, verstauh’t, jetz hau’n i gnua,

So laß me nimma pudla,
Bei ui schla-n-i mei’ Trucha zua –
Jetz kommet mer äll ge Nudla![7]



  1. Elsterauge, Hühnerauge.
  2. Furunkel.
  3. Zusammen.
  4. Rezepte.
  5. Allmählich.
  6. Arzneikolben.
  7. Höhnische Ladung auf die Kirchweih.
Persönliche Werkzeuge