Einer meiner Bürsten

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Textdaten
Autor: Joachim Ringelnatz
Titel: Einer meiner Bürsten
Untertitel:
aus: 103 Gedichte, S. 12
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1933
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Digitale Drucke der Uni Bielefeld
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[12] Einer meiner Bürsten
Deine Borsten wurden weiche Haare,
Meine drohen auszugehn.
Zweimal im Verlauf der dreißig Jahre
Hab ich dich bewundernd angesehn.
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Einmal, als du ganz neu warst,
Und jetzt, da mein Zufall sich besinnt,
Daß die Zeit verinnt und das Gefühl gerinnt. ––
Drei Jahrzehnt, in denen du mir treu warst.
[13] Gibt sich Treue uns so zum Bequemen,
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Daß wir sie als selbstverständlich nehmen,
Dann steht’s schlimm.
Schäme ich mich, einen Bart zu küssen,
Der jahrzehntelang meinen Dreck hat küssen müssen?
Alte Kleiderbürste, Küß’chen! nimm!
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