Meine Schuhsohlen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
Autor: Joachim Ringelnatz
Titel: Meine Schuhsohlen
Untertitel:
aus: 103 Gedichte, S. 13
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1933
Verlag: Ernst Rowohlt
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Digitale Drucke der Uni Bielefeld
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
[[Bild:|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]


[13] Meine Schuhsohlen
Sie waren mir immer nah,
Obwohl ich sie selten sah,
Die Sohlen meiner Schuhe.
Sie waren meinen Fußsohlen hold.
5
An ihnen klebt ewige Unruhe,
Und Dreck und Blut und vielleicht sogar Gold.
Sie haben sich aufgerieben
Für mich und sahen so selten das Licht.
Wer seine Sohlen nicht lieben
10
Kann, liebt auch die Seelen nicht.
Mir ist seit einigen Tagen
Das Herz so schwer.
Ich muß meine Sohlen zum Schuster tragen,
Sonst tragen sie mich nicht mehr.
Persönliche Werkzeuge