In der Fremde
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In der Fremde.
I.
Es treibt dich fort von Ort zu Ort,
Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,
Schaust dich verwundert um.
Sie ruft mich sanft zurück:
O komm zurück, ich hab’ dich lieb,
Du bist mein einz’ges Glück!
Doch weiter, weiter, sonder Rast,
Was du so sehr geliebet hast,
Sollst du nicht wiedersehn.
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II.
Du bist ja heut so grambefangen,
Wie ich dich lange nicht geschaut!
Es perlet still von deinen Wangen,
Und deine Seufzer werden laut.
So nebelferne dir verschwand?
Gestehe mir’s, du wärest gerne
Manchmal im theuren Vaterland.
Denkst du der Dame, die so niedlich
Oft zürntest du, dann ward sie friedlich,
Und immer lachtet ihr zuletzt.
Denkst du der Freunde, die da sanken
An deine Brust, in großer Stund?
Jedoch verschwiegen blieb der Mund.
[148] Denkst du der Mutter und der Schwester?
Mit beiden standest du ja gut.
Ich glaube gar es schmilzt, mein Bester,
Denkst du der Vögel und der Bäume
Des schönen Gartens, wo du oft
Geträumt der Liebe junge Träume,
Wo du gezagt, wo du gehofft?
Trübhell gefärbt vom feuchten Schnee.
Ankleiden muß ich mich nun schnelle
Und in Gesellschaft gehn. O weh!
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III.
Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.
(Man glaubt es kaum
Wie gut es klang) das Wort: „ich liebe dich!“
Es war ein Traum.
