Ritter Sockenburg
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- [12] RITTER SOCKENBURG
- Wie du zärtlich deine Wäsche in den Wind
- Hängst, liebes Kind
- Vis à vis,
- Diesen Anblick zu genießen,
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5Geh ich, welken Efeu zu begießen.
- Aber mich bemerkst du nie.
- Deine vogelfernen, wundergroßen
- Kinderaugen, ach erkennen sie
- Meiner Sehnsucht süße Phantasie,
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10Jetzt ein Wind zu sein in deinen Hosen – ?
- Kein Gesang, kein Pfeifen kann dich locken.
- Und die Sehnsucht läßt mir keine Ruh.
- Ha! Ich hänge Wäsche auf, wie du!
- Was ich finde. Socken, Herrensocken;
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15Alles andre hat die Waschanstalt.
- Socken, hohle Junggesellenfüße
- Wedeln dir im Winde wunde Grüße.
- Es ist kalt auf dem Balkon, sehr kalt.
- Und die Mädchenhöschen wurden trocken,
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20Mit dem Winter kam die Faschingszeit.
- Aber drüben, am Balkon, verschneit,
- Eisverhärtet, hingen hundert Socken.
- Ihr Besitzer lebte fern im Norden
- Und war homosexuell geworden.
Erläuterungen (Wikisource)
Parodie des Ritter Toggenburg von Schiller
