Schöne Wiege meiner Leiden
aus Wikisource, der freien Quellensammlung
| « Die weiße Blume |
Gedichte (1822) |
Abfahrt » |
|
|
|
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern) am linken Seitenrand.
|
| Textdaten |
|
|
| Autor: |
Heinrich Heine |
| Titel: |
Schöne Wiege meiner Leiden |
| Untertitel: |
|
| aus: |
Buch der Lieder, Junge Leiden, Lieder, S. 42–43 |
| Herausgeber: |
|
| Auflage: |
1 |
| Entstehungsdatum: |
1817–1821 |
| Erscheinungsdatum: |
1827 |
| Verlag: |
Hoffmann und Campe |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Hamburg |
| Übersetzer: |
|
| Originaltitel: |
|
| Originalsubtitel: |
|
| Originalherkunft: |
|
| Quelle: |
Scans der Ausgabe 1827 auf den Commons |
| Kurzbeschreibung: |
{{{KURZBESCHREIBUNG}}} |
| Auch unter dem Titel »Lebewohl!« (»Minnelieder« zyklus, IX) in Gedichte 1822 (S. 52-53) |
Artikel in der Wikipedia
|
| Eintrag in der GND: {{{GND}}} |
| Bild |
Buch_der_Lieder_42.jpg |
| Bild |
|
| Bearbeitungsstand |
| fertig |
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
|
| Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe |
| [[index:|Link zur Indexseite]] |
|
|
[42]
V.
Schöne Wiege meiner Leiden,
Schönes Grabmal meiner Ruh,
Schöne Stadt, wir müssen scheiden, –
Lebe wohl! ruf’ ich dir zu.
5
Lebe wohl, du heilge Schwelle,
Wo da wandelt Liebchen traut;
Lebe wohl! du heilge Stelle,
Wo ich sie zuerst geschaut.
Hätt’ ich dich doch nie gesehen,
10
Schöne Herzenskönigin!
Nimmer wär es dann geschehen,
Daß ich jetzt so elend bin.
Nie wollt’ ich dein Herze rühren,
Liebe hab’ ich nie erfleht;
15
Nur ein stilles Leben führen
Wollt’ ich, wo dein Odem weht.
[43] Doch du drängst mich selbst von hinnen,
Bittre Worte spricht dein Mund;
Wahnsinn wühlt in meinen Sinnen,
20
Und mein Herz ist krank und wund.
Und die Glieder matt und träge
Schlepp’ ich fort am Wanderstab,
Bis mein müdes Haupt ich lege
Ferne in ein kühles Grab.
|