Seite:Aristophanes Donner 3Bd.djvu/0057

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Strepsiades.
 Guter Herr, da bin ich schon.

Sokrates.

720
Thu nicht so weichlich, hülle dich nur tüchtig ein:

Denn finden muß sich endlich eine Wolfsidee,
Ein kühner Handgriff.

Strepsiades.
 Wehe mir! Wer schüttelt doch
Mir aus dem Lämmerpelze Wolfsidee’n heraus?
     (er hat sich den Kittel über die Ohren gezogen und sizt vertieft, während Sokrates gravitätisch auf und ab geht.)

Sokrates.
     (nach einer Weile.)
Wohlan, ich muß doch sehen, was er treibt, der Mensch!
     (er rüttelt ihn.)

725
Heda, du schläfst wohl?


Strepsiades.
 Bei’m Apoll, ich schlafe nicht.

Sokrates.
Nun, hast du was?

Strepsiades.
 Zeus weiß es, nichts!

Sokrates.
 Wie, völlig nichts

Strepsiades.
Nichts, als in meiner rechten Hand das Ding an sich.

Sokrates.
Jezt wickle dich ohne Säumen ein und denke nach!

Strepsiades.
Worüber? Das erkläre mir, mein Sokrates.

Sokrates.

730
Durchdenke selbst erst was du willst und sage mir’s.
Empfohlene Zitierweise:

Aristophanes: Die Wolken übersetzt von Johann Jakob Christian Donner. Leipzig und Heidelberg: C. F. Winter’sche Verlagshandlung, 1861, Seite 51. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Aristophanes_Donner_3Bd.djvu/0057&oldid=1257007 (Version vom 17.10.2010)