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| Hermann Gunkel (Übersetzer): Das vierte Buch Esra |
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50 Nun hat der Höchste gesehen,
51 Ebendeshalb hatte ich dir befohlen, auf dem Gefilde zu bleiben, wo noch kein Haus gebaut ist; 52 denn ich wußte wohl, der Höchste werde dir dies ’Alles‘[3] offenbaren. 53 Darum befahl ich dir, auf das Feld zu gehen, wo noch kein Grund zu einem Bau gelegt ist; 54 denn es darf kein menschliches Bauwerk da bestehen[4], wo die Stadt des Höchsten sich offenbaren soll. — 55 Du also fürchte dich nicht, dein Herz erschrecke nicht; sondern geh hinein und besieh dir die Pracht und Herrlichkeit[5] des Baus, so viel nur deine Augen fassen und schauen können! 56 Darnach wirst du hören, so viel deine Ohren fassen und hören können[6].
58 Bleibe aber noch morgen Nacht hier; 59 so wird dir der Höchste in Traumgesichten zeigen, was[8] der Höchste in den letzten Tagen den Erdenbewohnern thun will. Fünftes Gesicht.
Der Adler aus dem Meere.
Das Gesicht.
60 So schlief ich jene Nacht und auch noch die folgende, so wie er mir geboten. 11 1 In der zweiten Nacht sah ich einen Traum: Da stieg ein Adler[9] aus dem Meer[10] empor; der hatte zwölf[11] befiederte Flügel und drei Häupter[12]. 2 Und ich schaute, wie er seine Flügel über die ganze Erde ausbreitete, und wie alle Winde des Himmels auf ihn einbliesen, und ’die Wolken sich um ihn‘ sammelten. 3 Darnach schaute ich, wie aus seinen Flügeln Gegen-Flügel[13] entstanden, die wurden kleine und geringe Flüglein. 4 Die Häupter aber[14] schliefen; das mitt-
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Hermann Gunkel (Übersetzer): Das vierte Buch Esra. Mohr Siebeck, Tübingen 1900, Seite 390. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DasVierteBuchEsraGermanGunkelKautzsch2.djvu/60&oldid=1074081 (Version vom 13.04.2010)