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| Anonym: Edda |
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Urd heißt die eine, die andre Werdandi: 21
Allein saß sie außen, da der Alte kam,Der grübelnde Ase, und ihr ins Auge sah. 22
In der vielbekannten Quelle Mimirs.Meth trinkt Mimir allmorgentlich 23
Ihr gab Heervater Halsband und RingeFür goldene Sprüche und spähenden Sinn. 24
Ich sah Walküren36 weither kommen,Bereit zu reiten zum Rath der Götter. 25
Da wurde Mord in der Welt zuerst,Da sie mit Geeren Gulweig (die Goldkraft) stießen, 26
Heid hieß man sie wohin sie kam,Wohlredende Wala zähmte sie Wölfe. 27
Da42 gingen die Berather zu den Richterstühlen,Hochheilge Götter hielten Rath, |
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/014&oldid=941430 (Version vom 17.12.2009)