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| Anonym: Edda |
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Willst du ein gutes Weib zu deinem Willen beredenUnd Freude bei ihr finden, 132
Sei vorsichtig, doch seis nicht allzusehr,Am meisten seis beim Meth 133
Mit Schimpf und Hohn verspotte nichtDen Fremden noch den Fahrenden. 134
Laster und Tugenden liegen den MenschenIn der Brust beieinander. 135
Haarlosen Redner verhöhne nicht:Oft ist gut was der Greis spricht. 136
Das rath ich, Loddfafnir, vernimm die Lehre,Wohl dir, wenn du sie merkst. 137
Stark wär der Riegel, der sich rücken sollteAllen aufzuthun. 138
Dieß rath ich, Loddfafnir, vernimm die Lehre,Wohl dir, wenn du sie merkst: |
Anmerkungen (Wikisource)
- ↑ Gehrende – fahrende Leute, Bettler (Deutschen Rechtswörterbuch).
- ↑ Scherf – kleinste Münze (DWB).
Empfohlene Zitierweise:
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876. Seite 54. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/062&oldid=941813 (Version vom 18.12.2009)