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| Anonym: Edda |
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Wölundur.
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Ich beßre dir so den Bruch am Goldring,Deinen Vater dünkt er schöner, 26
Er betrog sie mit Meth, der schlauere Mann;In den Seßel sank und entschlief die Maid. 27
„Wohl mir,“ sprach Wölundur: „wär ich auf den Sehnen,Die mir Nidudurs Männer nahmen.“ 28
Außen stand Nidudurs arges Weib,Ging hinein den ganzen Saal entlang; Nidudur.
29
Immer wach ich, wonnelos lieg ich,Mich gemahnts an meiner Söhne Tod. 30
Bekenne mir, Wölundur, König der Alfen,Was ward aus meinen wonnigen Söhnen? Wölundur.
31
Erst sollst du alle Eide mir leisten,Bei Schwertes Spitze und Schiffes Bord, 32
Daß du Wölundurs Weib nicht tödtest,Noch meiner Braut zum Mörder werdest, Empfohlene Zitierweise: Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876. Seite 131. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/139&oldid=940347 (Version vom 16.12.2009) |