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| Anonym: Edda |
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29
Betrübt bin ich, Schwester, dir Trauer zu künden,Die ich wider Willen zum Weinen brachte. Sigrun.
30
So sollen dich alle Eide scheiden,Die du dem Helgi hast geschworen 31
Das Schiff fahre nicht, das unter dir fährt,Weht auch erwünschter Wind dahinter. 32
Das Schwert schneide nicht, das du schwingst,Es schwirre denn dir selber ums Haupt. Dag.
33
Irr bist du, Schwester, und aberwitzig,Daß du dem Bruder Verwünschung erbittest. 34
Dir bietet rothe Ringe der Bruder,Ganz Wandilswe und Wigdalir; Sigrun.
35
Nicht sitz ich mehr selig zu SewafiöllFrüh noch spät, daß mich freute zu leben, |
Empfohlene Zitierweise:
Karl Simrock (Hrsg.): Die Edda, die ältere und jüngere, nebst den mythischen Erzählungen der Skalda, 6. Aufl., Stuttgart 1876. Seite 156. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Edda_(1876).djvu/164&oldid=928776 (Version vom 5.12.2009)