Seite:FFC4.djvu/5

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werden. Jedenfalls kann der von ihm mit recht hervorgehobene bedarf methodologischer anleitung neben der bibliographischen orientierung von anfang an beachtet werden.

Die „FF Communications“ erscheinen vorläufig in zwangloser folge. Jedes schriftstück bildet eine nummer für sich mit eigener paginierung. Eine passende anzahl von nummern wird zu einem bande geheftet. Soweit möglich, wird jeder band eine nummer mit mitteilungen über die tätigkeit des „FF“ bundes enthalten. In erster linie werden allgemeine übersichten über den qualitativen und quantitativen inhalt der folkloristischen sammlungen an den verschiedenen orten gegeben, wie in FFC nr. 1. In zweiter linie folgen die speziellen kataloge, mit dem endzwecke, dem forscher zu ermöglichen, die gesamten varianten einer und derselben volkstradition aus den sowohl gedruckten als ungedruckten materialien in den verschiedenen sammlungen zusammenzubringen. In dritter linie käme die publikation zusammengebrachter varianten in möglichst gedrängter form. Schliesslich können auch abhandlungen über die vergleichende methode oder methodisch durchgeführte untersuchungen der internationalen themata in den „FF Communications“ platz finden.

Die in internationaler hinsicht interessantesten traditionen sind unzweifelhaft die volksmärchen. Das bestreben, ihre grundtypen zu bestimmen und die varianten eines bestimmten typus aufzuspüren, ist eine selbstverständliche voraussetzung des märchenstudiums. J. G. v. Hahns versuch zu einer einteilung der märchentypen ist jedem forscher wohl bekannt. FFC no. 2 zeigt uns das typenverzeichnis des berühmten dänischen folkloristen Svend Grundtvig. Die grundlage zu einem allgemein anwendbaren typenverzeichnis giebt uns in FFC no. 3 dr. Antti Aarnes arbeit. Bei der beurteilung dieses schwierigen versuches fällt das hauptgewicht auf den praktischen nutzen, welchen es augenscheinlich bietet. In diesem verzeichnis erhält ein jeder märchentypus seine feste nummer

Empfohlene Zitierweise:

Kaarle Krohn: Erster Bericht über die Tätigkeit des folkloristischen Forscherbundes „FF“. Suomalaisen Tiedeakatemian Toimituksia, Helsinki 1910, Seite 5. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:FFC4.djvu/5&oldid=1748880 (Version vom 10.01.2012)