Under der linden (Simrock)
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[49] Unter der Linden.
(Uebersetzt von Karl Simrock.)
Unter der Linden,
An der Heide,
Wo ich mit meinem Trauten sass,
Da mögt ihr finden,
Die Blumen brachen und das Gras.
Vor dem Wald mit süssem Schall,
Tandaradei!
Sang im Thal die Nachtigall.
Zu der Stelle;
Mein Liebster war schon vor mir dort.
Mich hat empfangen
Mein Geselle,
Ob er mir auch Küsse bot?
Tandaradei!
Seht, wie ist mein Mund so rot!
Da ging er machen
Aus süssen Blümlein mancherlei;
Des wird man lachen
Noch, ich wette,
So jemand wandelt dort vorbei;
Tandaradei!
Merken, wo das Haupt mir lag.
[50] Wie ich da ruhte,
Wüsst es Einer,
Wie mich der Gute
Herzte, keiner
Erfahre das als er und ich,
Und ein kleines Vögelein,
Das wird wohl verschwiegen sein!
Anmerkungen (Wikisource)
Ein weiterer Abdruck aus zweiter Hand in einem Vortrag von Carl Meyer 1876. Simrock gab dem Gedicht den Titel Die verschwiegene Nachtigall.
