Voi che sapete ragionar d'Amore

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Dante Alighieri
Titel: Die ihr so viel zu künden wisst von Minnen
Untertitel:
aus: Die unbekannten Meister - Dantes Werke, S. 104
Herausgeber: Albert Ritter
Auflage:
Entstehungsdatum: o.A.
Erscheinungsdatum: 1922
Verlag: Gustav Grosser Verlag
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Albert Ritter (Karl Förster, Karl Ludwig Kannegießer)
Originaltitel: Voi che savete ragionar d’Amore
Originalsubtitel: {{{ORIGINALSUBTITEL}}}
Originalherkunft: {{{ORIGINALHERKUNFT}}}
Quelle: Die unbekannten Meister - Dantes Werke, S. 104, Hrsg. von Albert Ritter, Gustav Grosser Verlag, Berlin, 1922
Kurzbeschreibung: {{{KURZBESCHREIBUNG}}}
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]

[104]

Die ihr so viel zu künden wißt von Minnen. –
Laßt euch durch meines Liedes wehe Klagen
Von einer Fraue ohne Gnade sagen:
Durch ihren Wert raubt sie mir Herz und Sinnen.

5
Wer sie erblickt, sieht Stolz, der sie umfunkelt,

So daß das Aug' er senkt in tiefem Bangen,
Dieweil die ihren immer sind umdunkelt
Vom Schein der Grausamkeit, die sie umfangen.
Doch drinnen bleibt ihr süßes Bild stets hangen,

10
Das edle Herzen heißt um Gnade flehen

So tugendlich, daß allen, die es sehen,
Die Seufzer aus des Herzens Grund entrinnen.

Sie scheint zu sagen: „Keinem werd' ich dienen,
Wer immer meiner Augen Glanz betrachte,

15
Weil ich die edle Herrin trag' in ihnen,

Die mich mit ihrem Pfeil zur Beute machte.“
Ich glaube wahrlich, daß sie sie bewachte,
Um selbst nur nach Belieben sie zu schauen;
So handeln ja die tugendhaften Frauen,

20
Um durch den Anblick Ehre zu gewinnen.


Ich zweifle, ob sie je wird Mitleid zeigen.
Nein, andere würdigt eines Blicks sie nimmer;
Zu große Streng' ist ihrer Schönheit eigen,
Die Minne trägt in ihres Augens Schimmer.

25
Doch hege und behüte sie sie immer:

Mag unterweilen ich des Heils entbehren!
Denn endlich trägt den Sieg mein Wunschbegehren
Über den Stolz, den Minne zeigt, von hinnen.

Persönliche Werkzeuge
In anderen Sprachen