William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 53
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Google Books
Kurzbeschreibung:
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Mein Lieben wächst, mag’s wen’ger auch sich zeigen,
Nicht minder lieb’ ich, prunk’ ich drob auch nicht;
Die Lieb’ ist käuflich, wenn sie nicht verschweigen
Der Eigner kann, und überall bespricht.

5
Jung war mein Lieben und in Frühlingszeit,

Als ich’s in meinen Liedern stets besungen;
Dem Lenz die Nachtigall nur Töne weiht,
Nie ist ihr Flöten reifrer Zeit erklungen.
Des Sommers Zeit ist drum nicht minder schön,

10
Als wenn ihr klagend Lied die Nacht beglückt,

Nur daß Musik laut klingt auf Busch und Höh’n
Und als Gewohntes wen’ger uns entzückt.
    Darum, gleich ihr, schweig’ ich zuweilen stille,
    Um zu ermüden nicht durch Ueberfülle.

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