William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXIV

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXIV.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 64
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Wär’ nur ein Kind von Stande meine Liebe,
Wär’ vaterlos, Bastard des Glücks sie nur,
Die in der Zeiten Lieb’ und Hasse bliebe,
Kraut unter Kraut, Blum’ auf der Blumenflur.

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Sie ward gebaut vom Zufall fern und weit,

Sie leidet nicht an Glanz und Pracht, sie fällt
Nicht unterm Schlag der Unzufriedenheit,
Zu der verführerisch uns ruft die Welt.
Sie fürchtet nicht die ketzerische List,

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Die bald zerstört nur wen’ger Stunden Zahl;

Denn ganz allein gewaltig klug sie ist,
Berührt von Fluth nicht und der Sonne Strahl.
    Die Narr’n der Zeit deß können Zeugniß geben,
    Die fromm im Tod, verbrech’risch sind im Leben.

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