William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXXVII

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CXXXVII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 71
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
De William Shakspeare's sämmtliche Gedichte 071.jpg
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]


[71]

Der thöricht blinde Gott, warum wohl trügt
Die Augen er, die seh’n und doch nicht recht?
Sie wissen, was Schönheit ist, wo sie liegt,
Doch schätzen Bestes sie, als wär es schlecht.

5
Wenn sich das Aug’, verzückt durch falsche Blicke,

Den Hafen sucht, dahin nun Alles strebt,
Was brauchst als Hamen du der Augen Tücke,
An dem mein Urthelsspruch befestigt schwebt?
Wie soll als Eigenthum mein Herz erkennen,

10
Was als der Menschheit Gut ihm ist bekannt?

Soll, was es sieht, mein Aug’ je anders nennen,
Und Wahrheit machen zu gemeinem Tand?
    Irrthum hält Aug’ und Herze mir gebunden,
    Sie können nie von schnöder Pest gesunden.

Persönliche Werkzeuge
In anderen Sprachen