William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett IX

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett IX.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 7
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Ist’s Furcht, daß Wittwenaugen um dich leiden,
Wenn grausam dich die Einsamkeit behält? –
O solltest kinderlos du leider scheiden,
Beklagt dich, ein verwittwet Weib, die Welt.

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Sie wird als deine Wittwe stets beweinen,

Daß du nicht ließt ein Bild von dir zurück,
Indessen andern Wittwen wohl erscheinen
Des Gatten Formen in des Kindes Blick.
Sieh’, was Vergeudung in der Welt verschwendet,

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Tauscht nur den Ort, denn stets genießt’s die Welt;

Doch in der Welt zerstörte Schönheit endet,
Wenn ungebraucht der Braucher sie behält.
    Die Liebe Andrer ist dem nie genaht,
    Der gegen sich wagt solche Mörderthat.

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