William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XC

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XC.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 47
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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So hasse mich – mir gleich, wenn du gewillt,
So lang’ die Welt noch meine Thaten schändet,
Daß meines Unglücks Maß, durch dich gefüllt,
Des Schicksals Groll nicht spät an mir verschwendet.

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Ach! wenn mein Herz entronnen ist den Sorgen,

Nicht zeig’ im Nachtrab dich besiegter Pein,
Dem nächt’gen Sturme gieb nicht düstern Morgen,
Laß sichrer Noth verfallen mich nicht sein.
Nicht thu’s zu spät, wenn du mich willst verlassen,

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Nicht thu’s, wenn ausgetobt die kleinen Schmerzen;

Im Anlauf komm’, daß ganz ich mag erfassen
Des Schicksals tiefstes Weh’ in meinem Herzen.
    Muß andres Elend jetzt ich trüb beweinen,
    Es kann, verlier’ ich dich, nur leicht mir scheinen.

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