William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XXV

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XXV.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 15
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Laß dem, den nie der Sterne Gunst betrogen,
Der Ehren und der Titel eiteln Tand;
Indeß ich, dem das Schicksal dies entzogen,
In stiller Freude lebe unbekannt.

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Des Fürsten Günstling zeigt sein leeres Glück

Nur wie im Sonnenstrahl die Ringelblume,
Und in ihm selbst begraben liegt sein Glück,
Denn leicht stirbt er durch Zorn in seinem Ruhme.
Ein Held, und wenn er noch so ruhmvoll wäre,

10
Nach tausend Siegen einmal nur besiegt,

Wird schnell gestrichen aus dem Buch der Ehre,
Und was er that, bald durch die Zeit verfliegt.
    Wohl mir, ich liebe, und nicht unerhört,
    Ich störe Keinen drin, selbst ungestört.

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