William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XXXVI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett XXXVI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 20
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
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Getrennt laß stets uns sein, ich muß es sagen,
Ob unsre Lieb’ auch ungetheilt mag sein;
So werde dann die Flecken ich nur tragen,
Die Last sei ohne deine Hülfe mein.

5
Es bleibet unser Lieben stets verbunden,

Ob schwer auch Trennung unser Leben drückt;
Wohl raubt’s der Liebe süßer Freude Stunden,
Wenn’s auch das Wesen nimmer ihr entrückt.
Ich kann dich nimmer, nimmer anerkennen,

10
Damit dich meine schwere Schuld nicht schmäht,

Noch kannst du offen deinen Freund mich nennen,
Da deinem Namen Ehre sonst entgeht.
    Nein, thu’ es nicht, du bist mir also werth,
    Daß, da du mein, dein Ruhm auch mich mit ehrt.

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