„Geck, los Geck elan!“

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: „Geck, los Geck elan!“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 9, S. 152
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1881
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[149]
Die Gartenlaube (1881) b 149.jpg

„Geck, los Geck elan!“
Originalzeichnung von C. Röhling.


[152] „Geck, los Geck elan!“ („Geck, laß den Geck vorbei!“) (Mit Abbildung S. 149.) Ein Blick in das Kölner Carnevalstreiben frei und frisch, wie das Narrenfest dort noch immer sich erhalten hat! – Es geschieht dem alten Herrn mit der langen Hauspfeife ganz recht, daß er von einem flotten Straßenbesuch überrascht wird. Warum lachten seine beiden Damen auch so fröhlich zum Fenster hinaus auf den unten wogenden Narrenzug? Ein Trüpplein der lustigen Leute befolgte sofort Goethe’s Faust-Spruch: „Das ewig Weibliche zieht uns hinan,“ und da sind sie, bunt und keck, wie es das Fest gebietet.

Edle Sitte weiß auch der Handwerksbursche zu ehren: wie er da vor uns steht mit dem urwüchsigen Wanderstab, dem Wachstuchhut und Tabaksbeutel aus der guten alten Wanderschaftszeit, galant den Strauß in der Hand und der Schönheit huldigend, während der Hanswurst mit dem Weinglas ein Hoch ausbringt, das sein Hintermann, auf der Kohlenschaufel schmetternd, begleitet! Wie aber der flügelfrackgeschmückte Herr im Vordergrunde mit dem Handkuß, an dessen Ausführung ihn seine stattliche Nase hindert, fertig werden will, müssen wir ihm überlassen, einstweilen lachen wir so herzlich, wie die von ihm verehrte ältere Dame – und freuen uns insgemein, daß dem guten alten deutschen Humor wenigstens am Rhein noch eine glückliche öffentliche Heimstätte vergönnt ist.