ADB:Adaldag

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Adeldag“ von Wilhelm von Bippen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 72–73, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Adaldag&oldid=- (Version vom 26. Juni 2019, 06:40 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Adelbulner, Michael
Band 1 (1875), S. 72–73 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Adaldag in der Wikipedia
GND-Nummer 135668247
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|72|73|Adeldag|Wilhelm von Bippen|ADB:Adaldag}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135668247}}    

Adeldag: Adaldag, Erzbischof von Hamburg-Bremen (937–988), nimmt als unverbrüchlich treuer Anhänger der drei Ottonen eine hervorragende Stellung unter den Bischöfen des 10. Jahrhunderts ein. Aus vornehmem Geschlechte, ein Verwandter des Bischofs Adalward von Verden, wurde er durch [73] die Königin Mathilde, in deren Hofcapelle er sich befand, dem Könige Otto d. Gr. bekannt. Von Sept. 936 bis Febr. 937 finden wir ihn als Kanzler des Königs, während er, wie es scheint, Mitglied des Hildesheimer Domcapitels war; dann wurde er von Otto zum Nachfolger des auf einer Missionsreise in Schweden gestorbenen Erzbischofs Unni bestellt. Für seinen Metropolitansitz Bremen erlangte er die Immunität (966); gegenüber den erneueten Ansprüchen Kölns, selbst des Erzbischofs Brun, auf das Bisthum Bremen setzte er siegreich die Rechte seiner Kirche durch. In den nordischen Ländern, wie unter den Wenden gelang es ihm, die von seinem Vorgänger wieder aufgenommene Mission erfolgreich weiterzuführen und seinem Erzstifte endlich Suffraganbisthümer zu erwerben (Oldenburg, Schleswig, Ripen, Aarhus, Odensee [?]). Auf dem zweiten Zuge Otto’s I. nach Italien war A. vom Herbste 961 bis zum Frühjahre 965 des Königs ständiger Begleiter, Zeuge von dessen Kaiserkrönung, Theilnehmer an den Concilien, welche Johann XII. und Benedict V. absetzten. Des Kaisers Vertrauen zu ihm zeigte sich besonders darin, daß jener unserm Erzbischof den Papst Benedict zur Gefangenhaltung in Hamburg übergab. Das nahe Verhältniß, in welchem A. zu Otto III. stand, ergibt sich aus der mehrtägigen Anwesenheit des Königs in dem Bremen benachbarten Wildeshausen 988 (März 16–20), wo Otto damals drei Urkunden zu Gunsten der bremischen Kirche ausstellte. Ob A. eine Zeitlang Otto’s I. Erzkanzler für Italien gewesen ist, hat noch nicht mit Sicherheit constatirt werden können. Er starb 29. April 988.