ADB:Adolf II. (Erzbischof von Mainz)

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Artikel „Adolf II., Erzbischof von Mainz“ von Philipp Walther in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 119, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Adolf_II._(Erzbischof_von_Mainz)&oldid=1681366 (Version vom 26. Mai 2015, 22:34 Uhr UTC)
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Adolf II., Erzbischof von Mainz, Graf von Nassau, Sohn des Grafen Adolf II. von der Walramischen Linie des Hauses Nassau, Großneffe des vorhergehenden. Er trat als jüngerer Sohn in den geistlichen Stand, ward Domherr zu Mainz, als solcher Provisor zu Erfurt und oberster Amtmann auf dem Rusteberg im Eichsfeld. Als der Papst den Erzbischof Diether von Isenburg am 21. Aug. 1461 seiner Würde entsetzte, ward A. an seine Stelle ernannt, nachdem schon vorher Kaiser Friedrich dazu seine Genehmigung ertheilt hatte. Diether beschloß, sich im Erzstift zu behaupten und verbündete sich seinerseits mit dem Pfalzgrafen Friedrich und dem Grafen Philipp von Katzenelnbogen. A. aber schloß ein Bündniß mit Pfalzgraf Ludwig von Veldenz, Markgraf Karl von Baden und Graf Ulrich von Würtemberg. Die Stadt Mainz entschied sich für Diether, nachdem sie lange mit beiden Parteien unterhandelt hatte. Das Erzstift war theils in Adolfs, theils in Diethers Gewalt und der Kampf zog sich hin und her, bald zu des Einen, bald zu des Andern Gunsten. Im October 1462 wurde zwar A. Herr der Stadt Mainz; damit war indessen der Krieg nicht zu Ende. Die Bemühungen des Papstes und des Kaisers blieben lange erfolglos, bis am 12. Oct. 1463 zu Zeilsheim, zum Theil durch angewandte List, ein Vergleich zu Stande kam, demzufolge Diether seinem Nachfolger das Kurschwert überlieferte. A. bemühte sich, in Zeiten der Ruhe die dem Erzstift geschlagenen Wunden zu heilen, Handel und Wandel, auch Zucht und Sitte unter den Clerikern zu heben. Er starb am 6. Sept. 1475 zu Eltville, wo er seine Residenz genommen hatte, nachdem er den verdrängten Diether zum Nachfolger empfohlen hatte.

Walther.