ADB:Albrecht I. (Herzog zu Sachsen)

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Artikel „Albert I., Herzog von Sachsen“ von Otto von Heinemann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 204, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albrecht_I._(Herzog_zu_Sachsen)&oldid=2485902 (Version vom 24. November 2017, 15:01 Uhr UTC)
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Albert I., Herzog von Sachsen, † 26. Juni 1261, zweiter Sohn des Herzogs Bernhard (s. d.), erhielt bei dem Tode seines Vaters (1212) das Herzogthum Sachsen, d. h. die anhaltischen Stammbesitzungen um Wittenberg und die neuerworbenen Besitzungen an der Unterelbe, welche letztere damals freilich durch das erobernde Vordringen des Dänenkönigs Waldemar II. mehr als in Frage gestellt waren. Erst durch die siegreiche Schlacht von Bornhöved (22. Juli 1227), an welcher A. als Führer des deutschen linken Flügels hervorragenden Antheil nahm, ward das dänische Uebergewicht in diesen Gegenden gebrochen und für A. der Besitz von Lauenburg entschieden. Auch Ratzeburg und Mölln wurden jetzt von ihm besetzt und Herzog Otto von Braunschweig, der einzige deutsche Fürst, der auf dänischer Seite gefochten hatte, trat ihm Hitzacker ab. So wurde A. der eigentliche Begründer des Herzogthums Lauenburg. Er stand bei Friedrich II. in hohem Ansehen und begleitete denselben auch auf dessen Fahrt nach dem gelobten Lande. Ebenso war er auf dem großen Reichstage zu Mainz (1235) zugegen, auf welchem der Zwist der Welfen mit dem staufischen Hause definitiv beigelegt wurde. Seine Theilnahme an dem Kriegszuge gegen die Ungarn im J. 1260 wird nur von wenig glaubwürdigen Schriftstellern bezeugt. Er war dreimal verheirathet, zuletzt mit Helene, der Tochter des Herzogs Otto von Braunschweig-Lüneburg, welche ihm zwei Söhne, Albert und Johann, gebar, welche die Stammväter der Herzöge von Sachsen-Wittenberg und Sachsen-Lauenburg wurden.