ADB:Albrecht II. (Fürst von Anhalt-Zerbst-Köthen)

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Artikel „Albrecht II., Graf von Anhalt“ von Otto von Heinemann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 230, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albrecht_II._(F%C3%BCrst_von_Anhalt-Zerbst-K%C3%B6then)&oldid=- (Version vom 20. Mai 2019, 21:27 Uhr UTC)
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Albrecht II., Graf von Anhalt, war beim Tode seines Vaters Albrecht I. noch minderjährig, weshalb sein Oheim, Markgraf Waldemar von Brandenburg, über ihn und seinen Bruder Waldemar die Vormundschaft übernahm. Später regierten beide Brüder gemeinschaftlich, sodaß Waldemar in Dessau, A. aber in Zerbst oder Köthen zu wohnen pflegte. In Gemeinschaft erwarben die Brüder bei dem Erlöschen des askanischen Stammes in Brandenburg (1320) die Oberhoheit über Zerbst, sowie die Mark Landsberg und die Pfalz Sachsen, während Brandenburg selbst, auf welches das anhaltische Haus die gerechtesten Ansprüche machen konnte, vom Kaiser Ludwig seinem jungen gleichnamigen Sohne verliehen wurde. Als später der sogenannte falsche Waldemar auftauchte, schien den beiden anhaltischen Brüdern die Gelegenheit günstig, diese ihre Ansprüche zur Geltung zu bringen. Sie betheiligten sich auf das lebhafteste an dem Unternehmen, dem Mann, der sich für ihren Oheim ausgab, zum Besitze der Mark zu verhelfen. Doch scheiterten ihre Bemühungen an dem Wankelmuth und der Untreue des Kaisers Karl IV. Für ihre aufgewandten Kriegskosten wurden ihnen einige brandenburgische Städte verpfändet; der von Allen verlassene sogenannte Waldemar lebte bis an seinen Tod, von den Brüdern stets als ihr Oheim behandelt, bei ihnen zu Dessau. A. war anfangs mit Agnes, einer Tochter des Fürsten Witzlav von Rügen und dann mit Beatrix, der Tochter Rudolfs I. von Sachsen verheirathet, † 1362.