ADB:Auerswald, Fabian von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Auerswald, Fabian von“ von Rochus von Liliencron in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 645, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Auerswald,_Fabian_von&oldid=- (Version vom 21. August 2019, 08:08 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Auerswald, Bernhard
Band 1 (1875), S. 645 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Fabian von Auerswald in der Wikipedia
GND-Nummer 118838253
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|645|645|Auerswald, Fabian von|Rochus von Liliencron|ADB:Auerswald, Fabian von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118838253}}    

Auerswald: Fabian v. A., geb. 1462, lebte am Hofe der sächsischen Kurfürsten und verfaßte 1537 zu Wittenberg ein Ringbuch („Ringer kunst: fünff vnd achtzig stücke zu ehren kurfürstlichen gnaden zu Sachsen etc. durch Fabian von Auerswald zugericht“: Am Schluß: „Gedruckt zu Wittenberg durch Hans Lufft M. D. XXXIX“, in autograph. Umdruck erneuert durch G. A. Schmidt u. K. Wassmannsdorff, Leipzig 1869), welches in Bildern, die von oder nach L. Cranach gezeichnet sind (vgl. Serapeum 1844 S. 41), die Ringkunst so darstellt, wie sie zur Zeit des Kurfürsten Ernst von seinen „weltberühmten Ringmeistern“ den jungen Fürsten und dem Adel gelehrt worden sei. Es ist dies das zweitälteste gedruckte Werk dieser Art; das älteste ist ein Holzschnittwerk aus dem Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts. In älterer Zeit ward die Lehre vom Ringen, in dem der Anfang der Turnkunst zu erblicken ist, mit der Fechtkunst verbunden. Erst im 15. Jahrhundert erscheinen handschriftlich abgesonderte Lehrbücher der Ringkunst, das eine dem Meister Ott, einem getauften Juden, „der Herren von Oesterreich Ringer“, zugeschrieben, das andere aus einer vollständigeren Handschrift des 15. Jahrhunderts und in verderbter Gestalt u. a. in Albrecht Dürer’s „Fechthandschrift“ von 1512 übergegangen. (Vgl. Wassmannsdorff’s Vorrede zum Auersw. Ringbuch.) – Fabians älterer Sohn, Hans Kaspar, vermählt mit einer v. Amsdorf, ward der Stammvater der älteren sächsischen Linie der Auerswald, welche um 1750 mit dem Superintendenten Hans Christoph Cäsar v. A. und seinen Brüdern erlosch. Fabians jüngerer Sohn Jakob hinterließ 12 Söhne und 10 Töchter. Von jenen ward Christoph Cäsar, geb. 1498, Stammvater der jüngeren sächsischen Linie, welche mit seinem Urenkel Ernst v. A. erlosch; Fabian dagegen Stammvater der preuß. Linie. Dieses Fabians zwei Enkel Hans, † 1608 und Georg gründeten die Linien zu Plauth und Tromnau. Der Linie Plauth entstammte Hans Jakob, geb. 25. Juli 1757, † 3. April 1839 als Landhofmeister und Oberpräsident der Provinz Preußen. (s. d.)

Voigt, Beitr. zur Gesch. der Familie v. Auerswald. 1824.