ADB:Bödiker, Johann

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Artikel „Bödiker, Johann“ von Wilhelm Scherer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 15, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:B%C3%B6diker,_Johann&oldid=2978405 (Version vom 15. Dezember 2017, 13:49 Uhr UTC)
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Bödiker: Johann B., deutscher Grammatiker. Bauernsohn, geb. 1641 bei Stettin, † 1695, beliebt beim Hofe als Factor des Kölnischen Gymnasiums zu Berlin. Seine Schulgrammatik „Grundsätze der deutschen Sprache“, 1690, gibt knapp und praktisch gefaßte Regeln ohne systematische Ordnung, im allgemeinen auf Schottelius bauend, aber ihn fortbildend und die Fixirung unserer Schriftsprache fördernd. Unter der Wortfügung, dem „Hauptstück in der Sprachkunst“, mengt er Syntax und Stilistik; unter der Wortforschung Flexion, Wortbildung und Etymologie. Er behauptet die Einsilbigkeit der deutschen Stammwörter. Er nimmt viele Sprachmischungen an, sein hochgelobtes Deutsch hat fast an allen europäischen Sprachen Antheil, das Latein z. B. ist aus Griechisch und Deutsch, das Griechisch aus Hebräisch und Deutsch entstanden. Bödiker’s beabsichtigtes Wörterbuch ist nicht erschienen.

Küster, Altes und Neues Berlin, I. 975. – Ersch-Gruber. – Raumer’s Unterr. 53, Gesch. 186.