ADB:Bapst, Michael

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Bapst, Michael“ von Wilhelm Scherer, August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 44, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bapst,_Michael&oldid=- (Version vom 20. April 2019, 02:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Banzcow, Heinrich
Band 2 (1875), S. 44 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Michael Bapst in der Wikipedia
GND-Nummer 122526465
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|2|44|44|Bapst, Michael|Wilhelm Scherer, August Hirsch|ADB:Bapst, Michael}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=122526465}}    

Bapst: Michael B., populärer Dichter und Schriftsteller. Geb. 1540 zu Rochlitz, seit 1571 Pastor zu Mohorn bei Freiberg, † 1603. Er übersetzte die „Iphigenia in Aulis“ des Euripides mit Auslassung der Chöre, 1584, und ließ sie aufführen. Er verfaßte deutsche Inhaltsangaben und Narrenspossen um die Schulaufführungen des Terenz auch für den Laien genießbar zu machen und fügte eine Posse „Der Bauern Fastnacht“ hinzu, 1590. Von ihm außerdem: „Calendarium“, 1587; „Unterricht von dem wunderbaren Gänse- und Entenkriege bei Witisch auf der croatischen Grenze“, 1588; „Arzneikunst- und Wunderbuch“, 1590; „Türk. Reichs Ursprung und Untergang“ 1595 u. dgl. m. (Jöcher u. Rotermund, v. Pabst; Degen, Uebers. Röm. II. 464, Griech. I. 281.)

In der nebenher betriebenen Arzneikunst folgt er Paracelsischen Grundsätzen; einer jener Schwärmer, die ohne alle positivere Kenntniß von tiefer Mystik befangen, mehr zu den Betrogenen als Betrügern gezählt werden müssen. (Haller, Bibl. pract. II. 292.)

A. Hirsch.