ADB:Baudaert, Wilhelm

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Artikel „Baudaert, Wilhelm“ von Joseph Albert Alberdingk Thijm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 135, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Baudaert,_Wilhelm&oldid=- (Version vom 25. April 2019, 12:46 Uhr UTC)
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Baudaert: Wilhelm B. (Baudartius, Boudaert) gelehrter Theologe, als Sohn reformirter Eltern geb. zu Deynze in Flandern 13. Febr. 1565, † zu Zütphen 15. Dec. 1640. Zuerst in Sandwich in England erzogen, wohin sein Vater geflüchtet war, kehrte er nach der Genter „Pacification“ 1576 dorthin zurück, studirte seit 1585 zu Leyden und Franeker, bekleidete seit 1589 das Conrectorat der Lateinschule zu Sneek, ging aber zu neuen Studien 1591 nach Heidelberg, dessen evangelische Facultät damals in hohem Ansehen stand. Er widmete sich hier hauptsächlich hebräischen und exegetischen Studien und schrieb seinen „Triplex index“ zu der lateinischen Bibelausgabe von Junius und Tremellius (Frankf. 1596). Nach der Heimkehr ward er Prediger zu Kampen, Lisse und 1597 zu Zütphen. Auf der Dortrechter Synode von 1618 erhielt er mit Bogerman und Gerson Bucer den Auftrag, die im Auftrag der Generalstaaten zu veranstaltende niederländische Bibelübersetzung („De Staten Bibel“) abzufassen. Zur Förderung dieser 1637 erschienenen Uebersetzung wohnte er längere Zeit in Leyden. – Das wichtigste seiner übrigen Werke (vgl. v. d. Aa, Woordenb. u. Biogr. nat. Belg.) ist eine, freilich hinter diesem seinem Vorbild zurückbleibende Fortsetzung zu van Meteren’s Geschichtswerk von 1602–19; „Memorien, oste cort Verhael der gedenkwerdigste soo kerkelyke als wereldlyke Geschiedenissen van Nederlant, Vranckeryck etc.“ 1620, 1624, 1625 (bis 1624 fortgesetzt). Sehr beliebt waren seine „Apophtegmata christiana“, 1605 und schon in 6. Aufl. 1632. – Er hat eine (nur in jüngerer Abschrift vorhandene) Autobiographie, bis zum J. 1628 reichend, hinterlassen.