ADB:Beer, Bernhard

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Artikel „Beer, Bernhard“ von Abraham Geiger in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 246–247, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Beer,_Bernhard&oldid=- (Version vom 23. Juni 2019, 13:02 Uhr UTC)
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Band 2 (1875), S. 246–247 (Quelle).
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Beer: Bernhard B., im J. 1801 in Dresden geb., am 1. Juli 1861 daselbst gestorben, hat seine sechs Jahrzehnte im Dienste der Humanität und Wissenschaft verlebt; seine Kräfte widmete er praktisch und wissenschaftlich der freiwillig übernommenen Aufgabe, seinen jüdischen Glaubensgenossen die bürgerliche Gleichstellung, die geistige und sittliche Veredelung zu erringen. Von dieser Bemühung zeugen seine zahlreichen meist kleinen Schriften, belehrende Reden und Vorträge, Denkschriften an maßgebende Behörden wie Polemisches und Apologetisches für die Oeffentlichkeit; werthvoll aber war seine eingreifende Thätigkeit in die litterarische Bewegung, und sind hier von besonderer Bedeutung seine deutsche Bearbeitung der historischen Skizze von Munk: „Philosophie und philosophische Schriften der Juden“ (1842), „Das Leben Abrahams nach der jüdischen Sage“ (1859). Beer’s milde, zur Vermittelung geneigte Natur suchte sich von allen energischen Schriften fern zu halten, und so theilt er das Loos solcher Männer, denen eine Bestimmende und dauernde Einwirkung versagt ist. Dennoch wurde die Redlichkeit seiner Gesinnung, die Tüchtigkeit seines Wissens und Strebens allgemein anerkannt, [247] und im Leben wie in der Wissenschaft hat sein Beispiel und seine Lehre fruchtbar genützt. Sein Lebensbild wurde ausführlich von Frenkel im Jahrgange 1862 seiner „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums“ dargelegt und ist diese Biographie noch in besonderem Abdrucke erschienen. Werthvolle Ergänzungen liefert Wolf in der Einleitung zu dem 1863 erschienen Kataloge der von Beer hinterlassenen Bibliothek, und eine Würdigung bietet die „Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben“ desselben Jahres.