ADB:Biela, Wilhelm Baron von

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Artikel „Biela, Wilhelm Baron von“ von Karl Christian Bruhns in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 623, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Biela,_Wilhelm_Baron_von&oldid=- (Version vom 20. August 2019, 20:54 Uhr UTC)
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Biela: Wilhelm Baron v. B., geb. 19. März 1782 in Roßlau bei Stolpe im Harz, † 18. Febr. 1856. Er widmete sich früh dem Militärdienste und trat in die östereichische Armee, machte die Feldzüge von 1805, 1809 und 1813–15 mit und avancirte später bis zum Hauptmann. Er beschäftigte sich mit Himmelskunde, fand in Prag am 30. December 1823 den mit bloßem Auge sichtbaren auch anderweitig entdeckten Kometen auf, ebenso am 19. Juli 1825 den schon 15. Juli entdeckten vierten Kometen des Jahres. In Josefsstadt entdeckte er 27. Febr. 1826 wiederum einen Kometen, von dem er schon am 23. März nachwies, daß er identisch mit dem Kometen von 1772, 1779 und 1806 sei, und dieser periodische Komet trägt seinen Namen. Da selbiter sich 1845 theilte, 1852 als zwei beobachtet wurde, gehört er zu den interessantesten Kometen. Am 14. Jan. 1831 fand er noch einen Kometen, der aber schon vor ihm auch mit bloßem Auge gesehen war. Er bestimmte einige Kometenbahnen genähert, doch haben selbige, wie die Schriften: „Ueber die zweite große Weltenkraft“, 1836; „Ueber die Möglichkeit des Sturzes mancher Kometen in die Sonne“ (Astr. Nachr. 3); „Ueber die Achsendrehung der Nebenplaneten“ (Baumgärtner’s Zeitschr. f. Physik 1839. 2. Bd.) keinen wissenschaftlichen Werth. Mehrere Beobachtungen von ihm, die er in den „Astronomischen Nachrichten“ veröffentlichte, sind benützt. 1832 war er Platzcommandant von Rovigo und lebte später als pensionirter Major in Venedig, wo er eine Gemäldesammlung hinterließ.

Vergl. Jahn, Unterhaltungen für Astronom. etc. Jahrg. 1856. – Wurzbach, Biogr. Lex.