ADB:Bierey, Gottlob Benedikt

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Artikel „Bierey, Gottlob Benedict“ von Arrey von Dommer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 628–629, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bierey,_Gottlob_Benedikt&oldid=- (Version vom 20. September 2019, 06:22 Uhr UTC)
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Bierey: Gottlob Benedict B., Operettencomponist und Capellmeister, geb. zu Dresden 25. Juli 1772, Schüler von Weinlig daselbst, schon 1788 Musikdirector bei der Döbbelin’schen Gesellschaft, von 1794–1806 bei Joseph Seconda in Dresden und Leipzig, darauf 1807 in Wien und vom December desselben Jahres bis 1828 Capellmeister an der Oper in Breslau, seit 1824 zugleich auch Pächter des dortigen Stadttheaters bis C. Schall’s Opposition in der Breslauer Zeitung, welche sich energisch gegen seine unkünstlerische und nur auf Gelderwerb gerichtete Führung wandte, seiner Direction ein Ende machte. Uebrigens fällt in die Zeit derselben Schmelka’s Thätigkeit in Breslau und das erste Auftreten des jungen Fritz Beckmann. Von 1829 an privatisirte er in Wiesbaden, Mainz, Leipzig, Weimar, bis er 5. Mai 1840 zu Breslau starb. Seine Compositionen gehören mit nicht vielen Ausnahmen dem dramatischen Fache an und bestehen, neben Liedern, einer Symphonie (1801) etc., aus einer Anzahl Cantaten, Chören und Gesängen zu Bühnenstücken, Vorspielen und 26 Opern und Operetten, von denen der größere Theil zu seiner Zeit allgemeiner Beliebtheit sich erfreut hat. Seine erste Oper, „Der Schlaftrunk“, schrieb er 1795 für Seconda, darauf 1806 „Rosette oder das Schweizermädchen“, im nächsten Jahre die Oper „Wladimir, Fürst von Nowgorod“ für Wien, welche seine Berufung nach Breslau zur Folge hatte. Besonders Glück machten „Der Zauberhain“ 1799, der 3. Theil des „Donauweibchens“ 1801, „Das Blumenmädchen“ 1802, „Clara, Herzogin von Bretanien“ 1803, Musik zu Werner’s „Weihe der Kraft“ 1811, „Das unsichtbare Mädchen“, „Almazinde oder die Höhle Sesam“ 1814; ferner sind zu nennen „Jery und Bätely“, „Der Mädchenmarkt“, „Elias Rips-Raps“, „Der Apfeldieb“, „Die böse Frau“ etc. Viele seiner Opern [629] litten an schlechten Texten und hielten sich deswegen nicht lange, auch wenn die Musik, der man zuweilen eine zu nahe Verwandtschaft zu Cherubini vorwarf, gelobt und gerne gehört wurde. Als Capellmeister soll er Vortreffliches geleistet haben. Sein Nekrolog in Allgem. Mus.-Ztg. 1840. 506.