ADB:Biersack, Heinrich Ludwig

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Artikel „Biersack, Heinrich Ludwig“ von Ernst Kelchner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 630–631, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Biersack,_Heinrich_Ludwig&oldid=- (Version vom 19. Oktober 2019, 12:53 Uhr UTC)
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Biersack: Heinrich Ludwig B., Director der Zolldirection zu Frankfurt a. M., geb. 22. August 1789 zu Ober-Rosbach, † 14. Februar 1862 zu Frankfurt a. M. Sohn des im J. 1794 als Bürgermeister verstorbenen Rathsschöffen und Landgeschworenen Heinrich B. zu Ober-Rosbach. B. verlor seine Eltern in frühester Jugend (sein Vater starb 1794, seine Mutter starb 1802). Er besuchte die dortige Ortsschule und trat später in die Lehre bei einem Apotheker in Friedberg, doch nur kurze Zeit, da seine Mittel zur Bestreitung der [631] nöthigsten Lebensbedürfnisse nicht ausreichten. Er suchte nun durch Unterrichtertheilen und schriftliche Arbeiten die Anbahnung einer befriedigenden Zukunft und es gelang ihm durch Eifer, Fleiß und Gewissenhaftigkeit sich die Liebe und Achtung seiner Umgebung zu verschaffen; auch zog er durch thätiges Selbststudium bald die Aufmerksamkeit seiner Vorgesetzten auf sich und hatte das Glück, vielfältige freundliche Zuneigung zu finden. Er hatte namentlich auch Veranlassung gehabt, sich mit den erforderlichen Kenntnissen für die Steuerregulirung in den neuen Landen möglichst zu verstehen. Er war so glücklich in dieser Beziehung in der Provinz Starkenburg Aufträge gegen den Bezug an Diäten zu erhalten und bald darauf begann seine eigentliche staatsdienstliche Thätigkeit. Am 5. März 1810 nämlich erhielt er das Decret als Steuerratificator und behielt diese Beschäftigung bis Juli 1813. 1813–1816 Bezirkssteuerbeamter, 1816–1820 Steuerliquidator in Lisberg in Hessen. 1820 zum dirigirenden Commissär des Steuerprovisoriums in den althessischen Landestheilen der Provinz Oberhessen befördert, 1821 Assessor mit Sitz und Stimme bei der neu errichteten Oberfinanzkammer. 1824 Ueberzug nach Darmstadt und vollständiger Eintritt in das Steuerdirectionscolleg. 1827 Wirklicher Oberfinanzrath. 1828 Eintritt in die in diesem Jahre neuerrichtete großherzogliche Zolldirection, worauf er endlich 1836 zum Director der Zolldirection in Frankfurt a. M. ernannt wurde. – Seine Verdienste wurden von vielen Seiten anerkannt und durch Orden und sonstige Auszeichnungen belohnt, außerdem wurde ihm zur Anerkennung seiner schriftstellerischen Arbeiten von der philosophischen Facultät der großherzoglich hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen das Diplom der Doctorwürde „honoris causa“ ertheilt. Im J. 1861 trat er in den wohlverdienten Ruhestand.