ADB:Boas, Eduard

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Boas, Eduard“ von Ernst Kelchner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 757, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Boas,_Eduard&oldid=- (Version vom 16. Oktober 2019, 09:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Böblinger
Band 2 (1875), S. 757 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Eduard Boas in der Wikipedia
GND-Nummer 11760870X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|2|757|757|Boas, Eduard|Ernst Kelchner|ADB:Boas, Eduard}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=11760870X}}    

Boas: Eduard B., Schriftsteller, geb. 18. Jan. 1815 zu Landsberg an der Warthe, † daselbst im Juni 1853. Nachdem er sich erst dem Kaufmannsstande gewidmet hatte, wandte er sich ausschließlich der schriftstellerischen Thätigkeit zu. Er machte Reisen nach dem Süden und Norden Europa’s, lebte theils in Berlin theils in Dresden und an andern Orten, sich immer litterarisch beschäftigend. Zuerst lenkte B. die Aufmerksamkeit auf seine Arbeiten durch das Novellenbuch „Deutsche Dichter“ (1837) und durch die Schrift „In Skandinavien. Nordlichter“ (1844) wurde sein litterarischer Ruf begründet. Seine Dichtungen „Reiseblüthen aus der Oberwelt“ (1834. 2 Bde.), „Reiseblüthen aus der Sternenwelt“ (1836) und „Reiseblüthen aus der Unterwelt“ (1836), auch seine „Sprüche und Lieder eines indischen Braminen“ (1842) sind unter dem Einflusse der romantischen Schule entstanden; das lyrische Element waltet in ihnen vor. In seinem komischen Roman „Des Kriegscommissär Pipitz Reisen nach Italien“ (1841. 4 Bde.), sowie in der Dichtung „Pepita“ (1844) sind seine Reiseeindrücke verwerthet. Auch im Drama hat er sich versucht. Von seinen litterarischen Arbeiten nennen wir: „Nachträge zu Goethe’s sämmtlichen Werken“ (1841. 3 Bde.), „Nachträge zu Schiller’s sämmtlichen Werken“ (1838 bis 1840. 3 Bde.), „Schiller und Goethe im Xenienkampf“ (1851. 2 Thle.). Seine sämmtlichen Schriften sollten in zwölf Bänden erscheinen, sind aber nur bis zum fünften Bande herausgekommen (Leipzig 1847 ff.). Wendelin von Maltzahn[WS 1] gab „Schiller’s und Goethe’s Xenienmanuscript“ 1856 aus seinem Nachlasse heraus.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Wendelin Freiherr von Maltzahn (1815–1889), Literaturforscher; vgl. Wikipedia.