ADB:Döring, Michael

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Döring, Michael“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 350, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:D%C3%B6ring,_Michael&oldid=- (Version vom 24. Oktober 2019, 00:46 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 5 (1877), S. 350 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2019, suchen)
GND-Nummer 117646563
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|5|350|350|Döring, Michael|August Hirsch|ADB:Döring, Michael}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117646563}}    

Döring: Michael D., Arzt, in der 2. Hälfte des 16. Jahrh. in Breslau geb., lebte, nachdem er einige Zeit als Professor der Medicin in Gießen thätig gewesen war, als Arzt in seiner Vaterstadt, wo er 1644 starb. – D. war ein Schüler und Freund von Fabriz von Hilden, in dessen Observationes chirurg. mehrere Beobachtungen von D., unter diesen auch die interessante Mittheilung über die erste, 1610 vom Chirurgen Trautmann in Wittenberg verrichtete Operation des Kaiserschnitts (von D. in einer besonderen Schrift Wittbg. 1612. 4. bekannt gemacht), veröffentlicht sind. – D. zählt zu den spagirischen Aerzten (vergl. Paracelsus); in seiner diese Schule behandelnden Schrift „De medicina et medicis adversus iatromastigas et pseudomedicos libri II“ 1611 gibt er eine Kritik des Paracelsus’schen Systems, dessen Irrthümer und Mängel er anerkennt, dessen pharmakologische Seite er aber mit dem Hippokratismus zu vermitteln bestrebt ist. Uebrigens verdient D. als derjenige genannt zu werden, der zuerst eine gründliche Schilderung vom Scharlachfieber gegeben hat, das bisher mit andern fieberhaften Hauterkrankungen, besonders mit Masern confundirt worden war: seine Mittheilung hierüber findet sich in dem zwischen ihm und seinem Schwiegervater Sennert, Prof. in Wittenberg, gepflogenen Briefwechsel (in Sennerti Opp. 1776 Fol. Tom. VI. p. 641 ss. und Epistolae 18 ss.) und bezieht sich auf eine von D. im J. 1627 in Breslau beobachtete Scharlach-Epidemie. – Das Verzeichniß der übrigen Schriften Döring’s findet sich in Dictionnaire historique de la Médecine. III. p. 110.