ADB:Dankberg, Friedrich Wilhelm

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Artikel „Dankberg, Friedrich Wilhelm“ von Robert Dohme in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 736–737, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dankberg,_Friedrich_Wilhelm&oldid=- (Version vom 6. April 2020, 06:41 Uhr UTC)
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Dankberg: Friedrich Wilhelm D., Bildhauer, geb. in Halle bei Bielefeld den 9. Octbr. 1819, † in Berlin den 13. Octbr. 1866, kam 1839 als armer Tischlergeselle nach Berlin, ermöglichte aber dank der Unterstützung des späteren Ministers Kisker den Besuch der Akademie als Bildhauereleve und wandte sich endlich seit 1843 in Folge von allerlei trüben Erfahrungen der Kunstindustrie und zwar der Ornamentik für architektonische Zwecke zu. Er fand dabei die Unterstützung der Architekten Persius und Strack, für welch letzteren er als erste größere Leistung die plastisch-decorativen Arbeiten am Borsig’schen Etablissement lieferte. Bald wandten sich die meistens Berliner Architekten an ihn, so daß die Thätigkeit seiner Werkstatt sich ins riesenhafte steigerte, und er für die Mehrzahl der bedeutenderen Bauten der Berliner Schule in den fünfziger und Anfang der sechziger Jahre (auch ins Ausland hinein) die Ornamente lieferte. Unter seinen figürlichen Werken sind vornehmlich zu nennen die mannigfach vervielfältigten Statuen der „Eintracht“, der „Fischerei“, des „Erntekranzes“, sowie die Statuetten der brandenburgischen Kurfürsten u. a. D. war ein fleißiger, geschickter Künstler, voll fruchtbarer Phantasie, dessen Arbeiten sich trotz der [737] Verführung, die der so leicht zu behandelnde Gyps bot, jederzeit durch maßvolle Schönheit und Reinheit der Formen auszeichnen.

Schauler, Dioskuren 1866.