ADB:Dargetzow

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Dargetzow, Johann“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 757–758, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dargetzow&oldid=- (Version vom 13. November 2019, 10:01 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Aportanus, Georg
Band 4 (1876), S. 757–758 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg OFF in der Wikipedia
GND-Nummer OFF
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|757|758|Dargetzow, Johann|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Dargetzow}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=OFF}}    

Dargetzow: Johann D. (Darghetzowe) der Aeltere und der Jüngere sind beide Vertreter Wismars auf den Hansetagen, der Aeltere seit 1358 sowol in den Verhandlungen wegen des Vorgehens gegen Flandern wie wegen des Kriegs gegen Waldemar von Dänemark. So half er 8. Sept. 1361 den Vertrag mit Magnus von Schweden und Norwegen und dessen Sohn Hakon abschließen, ebenso 16. Nov. 1362 den Waffenstillstand mit Waldemar, spielt auch in den nachfolgenden Verhandlungen eine bedeutende Rolle, vertritt 1363 einmal [758] das hamburgische Interesse auf dem Hansetage und erscheint zuletzt in diesen Angelegenheiten im Recesse von 1365. Er muß sehr begütert gewesen sein, 1332 war er fürstlicher Vogt in Wismar, 1341, erscheint er als Rathsherr, als Bürgermeister sicher 1350, sein Testament datirt von 1364; für seinen Sohn Nikolaus D. (vielleicht den Pfarrherrn zu Beidendorf 1396) stiftete er eine Vicarie. Er wird 1365 verstorben sein. – Johann D. der Jüngere, vielleicht des Aelteren Sohn, genannt 1360, Rathsherr seit 20. Nov. 1369, seit 1370 auch Provisor zu St. Nicolai, vertritt seit 1371 Wismar mit auf den Hansetagen, so beim Abschluß mit Waldemar, 1373 in den Lüneburger Erbstreitverhandlungen; 11. Mai 1374 wird er Bürgermeister und ist fortan sehr thätig in der Hanse, 1381 auf Schonen als einziger Gesandter der Stadt in Seeräubersachen, 1386 auf den wichtigen Tagen zu Lübeck. Es ist anzunehmen, daß er in der Frage der Vitalienbrüder in Wismar eine bestimmende Rolle spielte; 1384 gab er mit den 3 andern Bürgermeistern dem Rathsnotar Heinrich v. Balse den Auftrag, eine Chronica nova Wismariensis anzulegen, die leider nicht weit gedieh. Er kommt zuletzt 11. Mai 1396 vor.

S. Hanserecesse I. und II. Schröder, Papist. Meckl. I. S. 1011. 1307. 1424. 1452. Lisch, Jahrb. 14. S. 208; 19. S. 411. Nachweisungen Dr. Crull’s aus dem Rathsarchiv (Mecklenb. Urkundenb. VII. zu Urk. 4465 S. 135). Hansische Gesch.-Bl. Jahrg. 1872 S. 60, wegen v. Balse.[1]

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 758. Z. 20 v. o.: Seit dem Druck erschien und ist zu vergl. Crull, Wismar. Rathslinie. [Bd. 5, S. 796]