ADB:Decken, Klaus von der (hannoverischer Staatsmann)

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Artikel „Decken, Claus v. d.“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 1–2, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Decken,_Klaus_von_der_(hannoverischer_Staatsmann)&oldid=- (Version vom 17. Oktober 2019, 06:25 Uhr UTC)
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Decken: Claus v. d. D., hannöverscher Staatsminister, † 10. Juli 1826. Er war 5. Jan. 1742 geboren, studirte in Göttingen und trat in kurfürstlichen Dienst in dem damals noch besonders verwalteten Bremen-Verden, wo er in Stade rasch aufrückte und zuletzt an der Spitze der Regierung stand. 1796 erhielt er den hannoverschen Geheimrathsrang und wurde noch in demselben Jahre wirklicher Staats- und Cabinetsminister zu Hannover und zweiter Curator der Universität Göttingen, seit 1802 erster Curator. Die französische Occupation 1803 nahm ihm seinen Posten, aber er blieb in Hannover, wo er vielfach vermittelnd wirkte. Er ist ziemlich der einzige, den die Umwälzung nicht mit Vorwürfen und Schmutz bewarf, wozu seine Gutmüthigkeit und Menschenfreundlichkeit viel beitrug (vgl. Havemann, 3. S. 127 ff.), und daß er nie ein Intrigant gewesen. 1813 wollten ihn die Franzosen als Geisel fortführen, doch entkam er und trat dann, aber ohne Verständniß der neuen Zeit, als Staats- und Cabinetsminister an die Spitze der neuen Regierung. Daß diese rücksichtslos eine förmliche Restauration durchführte, von deren Härte der alte Herr kaum eine Ahnung [2] hatte, ist später seinem Andenken nicht zu Gute gekommen. Erst 1823 verließ er nominell den activen Dienst, den wirklich zu leisten er schon lange vorher Andern überlassen hatte.