ADB:Deiker, Karl Friedrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Deiker, Karl Friedrich“ von Eduard Daelen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 642–643, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Deiker,_Karl_Friedrich&oldid=- (Version vom 21. Januar 2020, 16:58 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Delff, Hugo
Band 47 (1903), S. 642–643 (Quelle).
Wikisource-logo.png Carl Friedrich Deiker bei Wikisource
Wikipedia-logo-v2.svg Carl Friedrich Deiker in der Wikipedia
GND-Nummer 116055146
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|47|642|643|Deiker, Karl Friedrich|Eduard Daelen|ADB:Deiker, Karl Friedrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116055146}}    

Deiker: Karl Friedrich D., Thiermaler, wurde am 3. April 1836 zu Wetzlar geboren, Bruder des Vorigen; er zeigte schon früh eine ungewöhnliche Begabung im Zeichnen, die durch seinen Vater und seinen älteren Bruder nach Kräften gefördert wurde. Auswärts bildete er sich anfangs auf der Zeichenakademie in Hanau seit 1852 und zog dann 1858 nach Karlsruhe zu Schirmer. 1861 machte er sich selbständig und widmete sich nun ausschließlich der Thiermalerei. Seine ersten größeren Bilder, die er hier malte, machten schon Aufsehen durch die dramatische Lebhaftigkeit der Darstellung. 1864 siedelte er nach Düsseldorf über und nahm hier seinen bleibenden Wohnsitz. Hier schuf er seine reifsten Werke, die sich durch eine große Kraft in der Auffassung des bewegten Thieres auszeichnen; er übertraf darin die meisten Thiermaler und seine Bilder werden deshalb von passionirten Jagdliebhabern besonders geschätzt. Seine Sauhatzen, namentlich der Kampf des angeschossenen Keilers mit der wüthenden Meute, ebenso wie seine Hirschjagden und Kämpfe sind Meisterstücke voll leidenschaftlichen Lebens, die durch vielfache Reproductionen äußerst populär geworden sind. Eins seiner Hauptbilder ist eine lebensgroße Sauhatz, welche das Museum in Köln erwarb (1870), ferner ein Kampf zwischen einem Metzgerhund und einem Karrenhund, wobei der schwerbeladene Marktkarren zum Umfallen kommt, in der Kunsthalle zu Düsseldorf. Neben vielen Jagdzeichnungen für illustrirte Journale und Originalaquarellen [643] zum Farbendruck entstanden unter seiner Hand auch zahlreiche Rauchbilder auf Porzellan, die als Specialität ungemein beliebt wurden und von der spielenden Leichtigkeit seiner Schaffensweise ein deutliches Zeugniß ablegten. Er starb in Düsseldorf am 19. März 1892.