ADB:Demantius, Christoph

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Artikel „Demantius, Christoph“ von Arrey von Dommer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 45–46, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Demantius,_Christoph&oldid=- (Version vom 19. November 2019, 20:05 Uhr UTC)
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Demantius: Christoph D., Tonsetzer und Lehrer in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts; geb. 1567 zu Reichenberg, 1596 Cantor zu Zittau, 1604 Cantor zu Freiberg bis zu seinem 20. April 1643 erfolgten Tode. Seine zahlreichen, theils geistlichen, theils weltlichen, zwischen 1595 und 1620 im Druck erschienenen Tonwerke zeigen ihn als gewandten, die Stimmführung mit Geschick handhabenden Tonsetzer: „Neue deutsche weltl. Liedlein 5 voc.“, Nürnb. 1595; „Der Spruch Joel II, 16, 8 voc.“, Nürnb. 1596; „Ungerische Heerdrummel etc.“, Nürnb. 1600; „77 neue liebliche polnische und deutsche Tänze etc.“, Nürnb. 1601; „Triades precum vespert.“, Nürnb. 1602; „Conviviorum deliciae, Intraden und Auszüge etc.“, Nürnb. 1608; „Convivalium concentuum farrago, Teutsche Madrigalia, Canzonetten, Villanellen etc. 6 u. 8 voc.“, Nürnb. 1609; „Threnodiae, sehnliche Klaglieder etc.“, Leipz. 1611; „Fasciculus Chorodiarum“, Nürnb. 1613; „Neuer teutscher Lieder 2 Theile“, Leipz. 1615; „Tympanum militare, 21 Streit- und Triumphlieder 5–10 voc.“, Nürnb. 1615; „Corona harmonica auserlesene Sprüch aus den Evangel. 6 voc.“, 69 Gesänge, Leipz. 1616; „Canticum St. Augustini et St. Ambrosii, 6 voc.“, Freib. 1618; „Triades Sioniae Introit. Miss. et Pros. 5–8 voc.“, 8 Messen und 15 Ges., Freib. 1619; „Threnodiae, auserlesene trostreiche Begräbnißgesänge, 4–6 voc.“, Freib. 1620.[1] Auch werden angeführt „Magnificat 4, 5, 6 voc. ad 8 usitatos et 12 Modos musicos“, Frankf. Daß die ihm früher zugeschriebenen bekannten Kirchenmelodien: „Freu dich sehr, o meine Seele“; „Von Gott will ich nicht lassen“; „Ach Gott, mich armen Sünder“ (Herzlich thut mich verlangen) nicht von D. herstammen, ist längst erwiesen. Stark und lange in [46] Gebrauch gewesen ist sein Lehrbuch: „Isagoge artis Musicae ad incipientium catum maxime accommodatae“. Kurze Anleitung recht und leicht singen zu lernen etc.“, lateinisch und deutsch; zuerst Freiberg 1607 und dann bis 1617 zu Freiberg, Nürnberg und Jena noch vielfach aufgelegt.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 45. Z. 5 v. u.: Ueber eine „Deutsche Passion nach dem Evangelium St. Johannis mit 6 Stimmen“, Freiberg 1631, von Demantius vgl. Kade im Serapeum 1857 Nr. 20 S. 312 f. und in den Monatsheften f. Musikgesch. 1880 Nr. 3 S. 52. [Bd. 11, S. 794]