ADB:Dilthey, Julius Friedrich Karl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Dilthey, Jul. Friedr. Karl“ von Philipp Walther in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 238, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dilthey,_Julius_Friedrich_Karl&oldid=- (Version vom 22. August 2019, 18:30 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Dillis, Georg von
Nächster>>>
Dinckel, Johannes
Band 5 (1877), S. 238 (Quelle).
Wikisource-logo.png Julius Friedrich Karl Dilthey bei Wikisource
Wikipedia-logo-v2.svg Julius Karl Friedrich Dilthey in der Wikipedia
GND-Nummer 100108105
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|5|238|238|Dilthey, Jul. Friedr. Karl|Philipp Walther|ADB:Dilthey, Julius Friedrich Karl}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100108105}}    

Dilthey: Jul. Friedr. Karl D., geb. am 12. März 1797 zu Nordhausen in Thüringen, erhielt in dem Gymnasium seiner Vaterstadt, sodann auf der Universität Göttingen seine wissenschaftliche Ausbildung und an letzterem Orte im J. 1818 die philosophische Doctorwürde, eine Anstellung an der Universitätsbibliothek und dem Gymnasium. An der Universität las er als Privatdocent über verschiedene römische Schriftsteller. Im J. 1821 wurde er als Lehrer an das Martineum zu Braunschweig berufen und 1823 als Professor an das Gymnasium zu Darmstadt, zu dessen Director er im J. 1826 ernannt wurde. Er war bis zu seinem am 17. Febr. 1857 erfolgten Tode zugleich Mitglied der Oberstudiendirection. D. war ein gründlicher Philologe und ein ungemein anregender Lehrer, ebenso durch den Ernst und die Wärme seines Unterrichts, wie durch die Schärfe seiner Beurtheilung der Leistungen seiner Schüler. Auf die Verbesserung der hessischen Gymnasien äußerte er einen entschiedenen Einfluß und arbeitete für die Vereinigung des realistischen Elements mit dem humanistischen der Gymnasien, ein Mal um dem Gymnasialunterricht mehr von realistischem Wissen beizufügen, andererseits um die Realschulen der humanistischen Bildung nicht zu entfremden. Seine Ansichten legte er in einer seiner Arbeiten: „Ueber das Verhältniß der Real- und Gewerbeschulen zu den Gymnasien etc.“, Darmstadt 1839 nieder, sowie er sie in verschiedenen Schulreden entwickelt hatte.