ADB:Draskowics, Josef Graf von

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Artikel „Draskowics, Joseph Graf von“ von Wilhelm Edler von Janko in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 382, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Draskowics,_Josef_Graf_von&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 22:22 Uhr UTC)
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Draskowics: Joseph Graf v. D., kaiserl. königl. Feldzeugmeister, geheimer Rath und Commandirender von Siebenbürgen, geb. 14. März 1714, † 9. Nov. 1765, bildete sich in der Schule der leichten Grenz- und ungarischen Truppen zu einem der tapfersten Anführer. Seine ersten Kriegsdienste leistete er mit kaum zwanzig Jahren und wohnte zehn Jahre später schon als Oberstlieutenant dem Feldzuge in Italien mit Auszeichnung bei, woselbst er mit großer Unerschrockenheit den Posten bei Campo Freddo (1749) vertheidigte. Namhafte Verdienste erwarb sich D., der 1750 Generalmajor geworden, im siebenjährigen Kriege, so besonders bei der Belagerung von Olmütz 1758; im J. 1760 führte er das Commando der gesammten Infanterie, welche bei der Belagerung von Glatz zur Verwendung kam, und hatte, wie Laudon bezeugte, wesentlichen Antheil an der Eroberung der Festung. 1761 befehligte D. in Oberschlesien ein eigenes Corps zur Deckung Mährens. Er mußte sich zwar vor der bedeutenden Uebermacht Ziethen’s auf österreichisches Gebiet zurückziehen, that dies aber mit besonderer Geschicklichkeit, so daß der preußische General die Idee ihm zu folgen aufgab. Im nächsten Jahre hatte D. das Unglück gefangen zu werden, 1763 ward er Feldzeugmeister und Gouverneur von Siebenbürgen, und 1765 kurz vor seinem Tode erhielt er für sein weiteres Verhalten im siebenjährigen Kriege überhaupt das von Joseph II. soeben gestiftete Commandeurkreuz des Maria-Theresia-Ordens.

Hirtenfeld, Oesterr. Miliär-Lexikon II. Bd. S. 108.