ADB:Dressler, Christian Ehregott

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Artikel „Dreßler, Christian Ehregott“ von H. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 401, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Dressler,_Christian_Ehregott&oldid=- (Version vom 16. Oktober 2019, 02:31 Uhr UTC)
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Dreßler: Christian Ehregott D., tüchtiger Schulmann, geb. am 25. Oct. 1800 zu Neukirch bei Bautzen, † am 30. Sept. 1850 als Lehrer am Gymnasium zu Bautzen. D., der sich früher zum Lehrer einer Volksschule ausbilden wollte, kam spät zum Studiren, indem er erst im November 1818 das Lyceum in Kamenz besuchte, wo er es durch unermüdeten Fleiß dahin brachte, daß er schon um Ostern 1822 mit dem Zeugniß der Reife auf die Universität zu Leipzig übertreten konnte. Hier widmete er sich dem Studium der Theologie und bestand 1825 mit Ehren das theologische Candidatenexamen zu Dresden. Als er 1826 eine Hauslehrerstelle bei dem Grafen zur Lippe auf Baruth übernommen hatte, hatte er einen Zögling auf das Gymnasium in Bautzen zu begleiten und benutzte daselbst die Gelegenheit, seine Kenntnisse in den alten Sprachen und besonders im Französischen, das er mit großer Vorliebe betrieb, zu erweitern. So wurde er mit den Vorständen des Gymnasiums bekannt und erhielt zuerst eine Verwendung als Hülfslehrer, 1833 wurde er zum sechsten wirklichen Collegen ernannt; er ward Classenlehrer in Quinta und übernahm den Unterricht im Französischen in den höheren Classen. Als praktischer Schulmann erwarb sich D. allgemeine Anerkennung; der im September 1850 in Bautzen ausgebrochene Typhus entraffte ihn zu früh einer segensreichen Wirksamkeit. Von seinen Schriften sind zu nennen: „Die Lehre von der heiligen Taufe als der Weihe zum christlichen Leben“, 1830. „Französische Grammatik für Schulen“, 1836 und 1844. „Phaedri fabulae“, 1838, welcher kritischen Ausgabe eine Textausgabe in der Bibliotheca Teubneriana 1850 folgte; besonders hervorzuheben ist das 1850 erschienene Programm: „De auctoritate Academiae Francogallicae in grammaticis caute sequenda“, in welcher gründlichen Abhandlung bei aller Anerkennung der Verdienste der Akademie zahlreiche Irrthümer des damals noch als erste Autorität geltenden „Dictionnaire de l’Académie franç.“ nachgewiesen sind.

Neuer Nekrolog der Deutschen, Jahrg. 1850, Thl. I, S. 634–643.
H.