ADB:Du Moulin, Peter Ludwig

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Artikel „Du Moulin, Peter Ludw.“ von Ernst Graf zur Lippe-Weißenfeld in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 466, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Du_Moulin,_Peter_Ludwig&oldid=- (Version vom 21. August 2019, 16:38 Uhr UTC)
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Du Moulin: Peter Ludw. D., königl. preuß. General der Infanterie, geb. 1681 zu Wesel, † den 10. Aug. 1756. Während des spanischen Erbfolgekrieges war er in der Adjutantur des „alten Dessauers“ und von 1729 bis Ende 1740, als Oberst, Generalquartiermeister der Armee. Im April 1741 wurde er Regimentschef, im folgenden Monat Generalmajor, im November 1744 Generallieutenant mit Patent vom 6. Juni 1742. (Der König ordnete je nach Verdienst und Befähigung 1743 und im zweiten schlesischen Kriege die Patente der von ihm ernannten Generäle nachträglich und zeichnete diejenigen besonders aus, welche betreffenden Falls „Etwas auf ihre Hörner zu nehmen“ geeignet waren.) Im Jan. 1745, schwer erkrankt, erhielt D. vom König ein eigenhändiges Schreiben, in welchem es heißt: „Sollte Ich etwa das Unglück haben, Sie zu verlieren, so würde ohnfehlbar den Ihrigen das Geschick derjenigen Familien Meiner Freunde zu Theil werden, für die ich Mich verpflichtet habe zu sorgen.“ In der Hohenfriedberger Schlacht verdiente sich D. den „großen Orden“. „Ein Fuchs im Felsenbau, gebot er Halt dem feindlichen Fahnenflug,“ sagt Scherenberg sehr treffend in seinem Epos Hohenfriedberg von D. 1750 stieg D. zu weiterer militärischer Rangstufe. 1755 schied er, seiner Kränklichkeit halber, aus der Armee, in der er so gute Dienste geleistet hatte, daß der König ihm ein jährliches Ruhegehalt von 5450 Thlrn. gewährte. D. starb in Stendal nach 19wöchentlichen, sehr schmerzhaften Leiden. Sein Name ist aufgezeichnet am Rauch’schen Friedrichs-Denkmal.