ADB:Eberhard (Bischof von Naumburg-Zeitz)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Eppo (Eberhard), Bischof von Naumburg-Zeitz“ von Heinrich Theodor Flathe in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 158, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eberhard_(Bischof_von_Naumburg-Zeitz)&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 01:12 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Eppendorf, Heinrich
Nächster>>>
Epstein, Naphtali
Band 6 (1877), S. 158 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Eberhard (Naumburg-Zeitz) in der Wikipedia
GND-Nummer 135734541
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|6|158|158|Eppo (Eberhard), Bischof von Naumburg-Zeitz|Heinrich Theodor Flathe|ADB:Eberhard (Bischof von Naumburg-Zeitz)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135734541}}    

Eppo (Eberhard), Bischof von Naumburg-Zeitz, 1045–1078. Einer der hervorragenden deutschen Bischöfe, die in der schweren Krisis in der Zeit Heinrichs IV. treu und unermüdlich zur Sache des Reiches und des Kaisers hielten. Seine Herkunft ist unermittelt, nur gewiß, daß er dem Würzburger Domcapitel angehörte, als er auf den Zeitzer Bischofsstuhl berufen ward. Von der Kaiserin Agnes im J. 1069 nebst den Markgrafen Ernst von Oesterreich und Wilhelm von Meißen an der Spitze des Heeres nach Ungarn entsendet, um den von seinem Bruder Bela verdrängten Andreas wiedereinzusetzen, gerieth er daselbst mit jenen in Gefangenschaft. Bei Ausbruch der Empörung war E. der einzige unter den sächsischen Bischöfen, der dem König Heinrich IV. die Treue bewahrte; in allen wichtigen Momenten war er seitdem an dessen Seite. Er theilte des Königs Flucht von der Harzburg und führte wiederholt die Unterhandlungen mit den Gegnern desselben, er begleitete Heinrich nach Canossa, leitete die Verhandlungen mit Gregor VII. und stand an der Spitze derer, welche für die Erfüllung der von dem Könige eingegangenen Verpflichtungen eidliche Bürgschaft leisteten; sein Versuch im Auftrage des Papstes auch die Italiener zur Anerkennung des geschlossenen Vertrages zu bewegen, mißlang. Er fand seinen Tod 5. Mai 1078 beim Durchreiten eines Baches unfern Würzburg.

Lepsius, Geschichte der Bischöfe von Naumburg, Kleine Schriften I.