ADB:Eckert von Homberch, Heinrich

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Artikel „Eckert von Homberch, Heinrich“ von Ernst Kelchner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 614–615, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eckert_von_Homberch,_Heinrich&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 06:50 Uhr UTC)
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Eckert: Heinrich E. von Homberch, Buchdrucker zu Antwerpen und Delft in Holland von 1480–1521. Ehe er sich im J. 1493 in Antwerpen niederließ, druckte er schon im J. 1480 zu Delft in Holland: „Spieghel des eeuwighens levens“ und kehrte dann nach Antwerpen zurück, wo er im J. 1493 druckte: „Opus minus secundae partis Alexandri pro pueris instituendum per Wilhelmum Zenders de Werdt“ in 4. Im folgenden Jahre druckte er: „Die [615] hystorie van Olyvier van Castilien en van sinen getrouwen gheselle Artus van Algarben. En van die schone Helena dochter van den Coninc van Enghelant. En van Heynrick sone van Olyvier die in haren lyden en leven grote vromicheden ende grote fayten van wapenen deden, alsoe als ghi hier voor gehoort hebt. Godt will haren siele entfermen ende gedachtich wesen, ende allen Kersten ghelouigen sielen. Amen.“ Am Ende: „Tantwerpen bi mi Henric Eckert van Homburch, woenende bi der Cammerpoerten in t’huys van Delft.“ Darauf zog er wieder nach Delft und kehrte von da 1507, nach Anderen 1504, wieder nach Antwerpen zurück. Während seines zweiten Aufenthalts zu Delft druckte er unter anderen: die Fabeln von Aesopus, das Leben der heiligen Väter, eine Uebersetzung des ersten Theils des Passional, „Dat boeck van den Pelgrim“ etc. Doch sind alle angeführten Drucke aus dem J. 1498, während die Bücher, welche er zwischen 1494–97 dortselbst druckte, bis jetzt nicht bekannt sind. In Antwerpen druckte er bis zum J. 1521. Ueber sein Leben ist nichts bekannt geworden, man weiß daher nicht, wann er geboren und gestorben ist, ebenso wenig über seine sonstigen Familienverhältnisse. Seine Bücher tragen verschiedene Unterschriften, so nannte er sich: Heynrik oder Hendrik E. von Hombergh oder Homberch, Heynrick van Homberch, Henricum Eckert oder Henricum Eckartanum de Homberch, Hombergh oder Homborch, auch Eckert de Homberch, Henricum Eckertanum oder Henricum Eckertanum ohne Angabe des Ortes seiner Geburt.

Vgl. Van der Aa, Biographisch Woordenboek. Du Puy de Montbrun, Recherches bibliographiques etc., p. 62. Van der Meersch, Recherches sur la vie et les travaux des Imprimeurs Belges et Neerlandais établis à l’étranger Tom. I. p. 129. 145. Cat. bibl. Hulthem p. 158. Hain, Repertorium bibliographicum Vol. II. pars I. p. 526. De Reume, Variétés bibliographiques et littéraires, p. 104–107. Panzer, Annales typogr. Vol. I. p. 12. 15. 374 u. 75, Vol. VI. p. 4–7 u. Vol. IX. p. 344 etc.